Booster für das Ehrenamt

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Rettungsboot am DLRG-Infostand

Zusammen mit knapp einem Dutzend weiterer Blaulicht-Organisationen stellte die DLRG ihre Arbeit vor.

Hochschulisches Gesundheitsmanagement organisiert „Lebensrettertag“ in Nürtingen

NÜRTINGEN (hfwu). 1300 Teilnehmende, zehn Blaulicht-Organisationen, die ihre Arbeit vorstellten: Der „Tag der Lebensretter“ in Nürtingen war ein voller Erfolg. Im Rahmen der Open-Air-Veranstaltung präsentierten Rettungs- und Notfallorganisationen ihre Arbeit. Organisiert wurde der Aktionstag vom Team des hochschulischen Gesundheitsmanagements an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Kooperation mit dem Nürtinger Max Planck Gymnasium und der Techniker Krankenkasse.

Die vorgestellten Technologien auf dem Vorplatz des Max Planck Gymnasiums in Nürtingen reichten von einem Digital Health Truck und einem Rettungsboot über eine Drohnenstaffel und einen Überschlagsimulators bis zu einer interaktiven Suchsimulation. Zu den beteiligten Organisationen gehörten unter anderem der Bosch Digital Innovation Hub, die DLRG und das DRK sowie die ASB-Rettungshundestaffel. Mit Infoständen waren zudem die Landespolizei und das Gesundheitsamt des Landkreises vertreten.

„Katastrophenschutz wird vor allem auch vom Ehrenamt getragen“, so Nadine Bosch-Fick. „Der Lebensrettertag ist eine gute Möglichkeit, den Nachwuchs für die Thematik zu sensibilisieren“, ist die Lehrerin vom Max-Planck-Gymnasium überzeugt. Der Aktionstag passe auch gut zum Schulsanitätsdienst, der an der Schule von ihr und der Kollegin Annette Neugebauer geleitet wird. Projektleiter des Aktionstags von Hochschulseite ist Raphaël Fehlen. „Die HfWU fungiert hier als Brückenbauer zu den Blaulicht-Organisationen“, sagt der Student. Mit den Präsentationen der Technik vor Ort werde das Thema greifbar, „so bleibt das viel besser in den Köpfen, als wenn man eine Powerpoint-Präsentation im Klassenzimmer macht.“

Die Schulen sind verpflichtet, für die 6. Klassen einen Katastrophenschutztag zu veranstalten. Das Angebot wird daher von den Schulen gern angenommen. So waren auf dem Gelände des Max Planck Gymnasium auch zwei Klassen des Nürtinger Peter-Härtling-Gymnasiums mit dabei. Der „Lebensrettertag“ steht allen Klassenstufen offen. Auch die Rettungsorganisationen begrüßen die Initiative. „Wir werden häufig von einzelnen Schulen angefragt“, sagt die DLRG-Ausbilderin Domino Buchholz. Eine Art Sammelveranstaltung, bei der mehrere Schulen präsent sind, erleichtere auch ihnen die Arbeit. Von ihren Lehrerinnen und Lehrern mit Arbeitszetteln vorbereitet, ließen sich im Laufe des Tags rund 1.300 Schülerinnen und Schüler die Arbeit und das Ehrenamt der verschiedenen Hilfsorganisationen erläutern.