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„Freiheitsgrade ausprobieren“

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Mitarbeiterin übergibt Studenten eine Stofftasche

Die neuen Studierenden erhalten traditionell die „Ersti-Tasche“ mit Informationsmaterialien rund ums Studium und einem Exemplar des Grundgesetzes. (Foto: HfWU)

Hochschule begrüßt in feierlichem Rahmen an beiden Standorten insgesamt mehr als 500 Erstsemester

NÜRTINGEN/GEISLINGEN (hfwu). Mehr als 500 Erstsemester sind an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) mit dem Sommersemester ins Studium gestartet. Begrüßt wurden sie in Nürtingen und Geislingen (Steige) im Rahmen der feierlichen Semestereröffnungen vom Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Andreas Frey, und den Oberbürgermeistern.

Fast gleich viele neue Studierende an beiden Standorten, 270 in Nürtingen und 250 in Geislingen, konnte der Rektor der HfWU, Prof. Dr. Andreas Frey, in feierlichem Rahmen zur Semestereröffnung begrüßen. In Nürtingen richtete zudem OB Dr. Johannes Fridrich in der Stadthalle und in Geislingen OB Ignazio Cefallia in der Jahnhalle ein Grußwort an die Studienbeginner. Ausdrücklich begrüßte der HfWU-Rektor auch die 162 Master-Studierenden und die Doktoranden. „Ja, seit einem Jahr sind bei uns Studierende eingeschrieben, die mit einem Doktorgrad die Hochschule verlassen werden“, so Frey. Insgesamt sind im Sommersemester 5.300 Studierende an der Hochschule immatrikuliert.

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der vor allem auch bedeute, Neues zu entdecken und „Freiheitsgrade auszuprobieren“, so Andreas Frey. Gleichsam hätten aber Veränderungen in der Regel keinen guten Ruf. „Aber wir brauchen Veränderungen, um im Leben voranzukommen, um die Zukunft, unsere und Ihre Zukunft zu gestalten“, so der Rektor. Das Gute sei, das zeige die Hirnforschung, dass sich das Gehirn ein Stück weit formen lasse, „man kann sogar dem Gehirn beibringen, Veränderungen zu lieben.“

Die Bereitschaft Neues zu lernen und Neugier zu entwickeln heiße aber nicht, sämtliche Komfortzonen verlassen zu müssen. „Lassen Sie hin und wieder kleine Abweichungen zu, auch wenn sich dies zunächst irritierend anfühlt“, so der Appell des Rektors an die neuen Studierenden. „Besuchen Sie Module und Vorträge, die nicht direkt auf Ihrem Studienweg liegen, sprechen Sie bei Veranstaltungen Unternehmer:innen an, vernetzen Sie sich oder gehen Sie für ein Semester oder für ein Jahr ins Ausland.“ Denn Untersuchungen zeigten, dass Menschen, die immer wieder Veränderungen im Kleinen wagen, sich mit Veränderungen im Großen im Leben leichter tun.

Zum Abschluss unterstrich Frey die Bedeutung, in einer freien Gesellschaft leben zu können. „Verschwörungstheorien, Lügen, Drohungen und zum Teil blanker Hass sind eine Gefahr für die freie Gesellschaft“, so der Rektor. Was diese Freiheit und Vielfalt ausmache, seien die Würde des Menschen, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, und auch die Freiheit von Lehre und Forschung – konkret nachzulesen im Grundgesetz. Und eben deshalb sei von diesem ein Exemplar in jeder der Ersti-Taschen, die die Neuen nach der Eröffnungsveranstaltung erhielten.